7 Minuten 3 Wochen

🤩 Bibelgeschichten zum Staunen
Wo Gottes Wunder groß werden – für kleine und große Kinder
⚔️ 2.Samuel Kapitel 3 – Wenn Feinde sich verändern
🤝 Warum Geduld, Wahrheit und Vergebung nicht einfach – aber wichtig sind
🌅 Einleitung

Stell dir vor, du willst das Richtige tun – aber viele um dich herum kämpfen, lügen oder denken nur an sich selbst.
So ging es David in dieser Zeit.

Er war König über Juda – aber der Rest Israels folgte noch einem anderen König, dem Sohn von Saul.
Und der Krieg zwischen den beiden Seiten dauerte schon lange.
Was sollte David tun?

Aufgeben? Zurückschlagen?
Nein. Er blieb geduldig.
Denn er wusste: Gott selbst führt alles zu seiner Zeit.

📖 Die biblische Geschichte

David war inzwischen fest als König in Hebron eingesetzt – zumindest über den Stamm Juda.
Die Menschen dort respektierten ihn, und er regierte mit Geduld und Weisheit.
Aber das restliche Volk Israel folgte noch einem anderen König: Isch-Boschet, einem Sohn von Saul.
Der Krieg zwischen den beiden Seiten war nicht vorbei. Es war ein langer Streit – nicht immer laut, aber voller Spannungen.

David ließ sich trotzdem nicht in den Hass hineinziehen.
Er lebte mit seiner Familie in Hebron. Dort wurden ihm auch Söhne geboren. Währenddessen führte er seine Leute ruhig und mit Blick auf Gottes Willen.

Auf der anderen Seite aber gab es einen Mann namens Abner.
Er war der Heerführer von Isch-Boschet – ein starker und erfahrener Mann. Er hatte schon unter Saul gekämpft und war ein echter Kämpfer.
Aber mit der Zeit veränderte sich etwas in Abner.
Er sah, wie stark David wurde. Er erkannte, dass Gottes Hand auf David lag. Und irgendwann hatte er genug von der Ungerechtigkeit und dem Durcheinander.

Doch was wirklich alles veränderte, war ein Streit.
Isch-Boschet beschuldigte Abner – grundlos.
Abner war wütend. Er hatte jahrelang treu gedient – und jetzt sollte er sich rechtfertigen?
Da sagte er: „Wenn du mir so wenig vertraust, dann bin ich fertig mit dir. Ich werde David helfen, König über ganz Israel zu werden – so wie Gott es will!“

Und das meinte er ernst.

Abner schickte Boten zu David nach Hebron.
„Ich möchte Frieden schließen“, ließ er sagen.
„Ich will dich unterstützen. Ich bringe das Volk auf deine Seite.“

David war vorsichtig, aber offen.
Er erinnerte sich an alles, was gewesen war.
Doch er wusste: Wenn Gott Herzen verändert, dann sollte man nicht an der Vergangenheit festhalten.

So lud David Abner ein. Die beiden Männer – einst Feinde – saßen sich nun gegenüber.
Sie redeten lange. Und sie verstanden sich.
Am Ende sagte David: „Geh in Frieden. Ich bin bereit.“

Doch nicht jeder war so bereit.

Joab, Davids Heerführer, war nicht an diesem Treffen beteiligt gewesen.
Als er davon erfuhr, wurde er zornig.
Er erinnerte sich, wie Abner seinen Bruder Asaël getötet hatte – im Kampf.
Joab konnte nicht vergessen. Er wollte keine Versöhnung.
Er wollte Rache.

Ohne Davids Erlaubnis ließ Joab Abner zurückrufen.
Und dann geschah etwas Schreckliches:
Joab tötete Abner heimlich – nicht auf dem Schlachtfeld, sondern hinterrücks.

Als David davon hörte, war er entsetzt.
Er sagte laut: „Ich hatte nichts mit diesem Mord zu tun! Joab hat auf eigene Faust gehandelt!“

Und dann tat David etwas, das alle sahen:
Er ließ Abner öffentlich ehrenvoll begraben.
Er trug Trauerkleidung, weinte, fastete – und zeigte dem ganzen Volk:
„Ich wollte Frieden.“

Die Menschen verstanden.
Sie sahen, dass David gerecht war.
Er war kein König, der mit Hass regierte.
Sondern einer, der Frieden und Wahrheit suchte – auch wenn es schwer war.

🟣 Zusammenfassung

David wird immer stärker, obwohl der Streit zwischen ihm und dem Haus Sauls andauert.
Abner, Sauls Heerführer, wechselt überraschend die Seite und will David helfen.
Doch Joab, Davids Heerführer, tötet Abner aus Rache.
David ist entsetzt und zeigt öffentlich, dass er Frieden wollte.
Er trauert um Abner – obwohl dieser früher sein Feind war.

💚 Botschaft für Kinder heute

Es ist leicht, einem Feind böse zu bleiben.
Aber es ist viel schwerer – und stärker –, jemandem zu vergeben.
David hätte wütend sein können.
Aber er war bereit zur Versöhnung.
Er hat nicht über Rache nachgedacht, sondern über Gerechtigkeit.

Nicht jeder in deinem Leben wird so denken.
Aber du darfst wählen, auf welche Seite du dich stellst:
Rache oder Frieden?

💭 Gedankenimpuls

🕊️ Was hättest du an Davids Stelle getan, als Abner plötzlich Frieden wollte?
⚔️ Ist es manchmal schwer, anderen zu vergeben?
👀 Kennst du jemanden, mit dem du Frieden schließen solltest?

🧒  👧  👦
💌 Einladung zu 2. Samuel – Kapitel 4
🔄 Wenn Pläne sich plötzlich ändern

David wartet noch immer darauf, König über ganz Israel zu werden.
Doch im Norden herrscht noch Isch-Boschet, Sauls Sohn – und der wird schwächer.
Manche Menschen wollen das ausnutzen.
Sie glauben, sie tun David damit einen Gefallen …
Aber David denkt ganz anders.

Bist du bereit für eine Geschichte, in der sich zeigt,
wer wirklich das Richtige tut – auch wenn es schwer ist?

Dann komm mit in Kapitel 4!

🔔 Teaser für Kapitel 4

🕵️ Zwei Männer haben einen heimlichen Plan:
Sie wollen Isch-Boschet töten und damit David helfen, König zu werden.
Aber sie verstehen David nicht.

Denn David will kein Unrecht.
Er will nicht König werden durch Gewalt – sondern durch Gottes Zeit.

Am Ende wird klar:
Gottes Wege sind anders als unsere.

👉 Kapitel 4 zeigt:
Wer Gott vertraut, braucht keine dunklen Abkürzungen.