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📅 15 Februar 2026


📚 GLAUBE SEINEN PROPHETEN

📖 Tägliches Bibellesen


🏛️ 1.Könige 14 – Gericht über Jerobeam und Rehabeam

Wenn Gott hinter die Verkleidung des Herzens sieht


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📍 Einleitung

Kapitel 14 zeigt uns die Folgen der Entscheidungen aus den vorherigen Kapiteln. Das geteilte Reich entfernt sich zunehmend von Gottes Wegen.

Sowohl im Nordreich unter Jerobeam als auch im Südreich unter Rehabeam wird sichtbar: Gott lässt sich nicht täuschen – weder durch religiöse Formen noch durch äußere Frömmigkeit.

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🧵 Kommentar 

Jerobeams Sohn wird krank. Angst erfüllt das Königshaus. Doch statt selbst zum Herrn zu rufen, greift Jerobeam zu einer List.

Er sendet seine Frau – verkleidet, unerkannt – zum Propheten Ahija in Silo. Dieser ist alt und kann nicht mehr sehen. Vielleicht hofft Jerobeam, man könne Gott austricksen, indem man den Propheten täuscht.

Doch bevor die Frau eintritt, spricht Gott zu Ahija: Die Frau Jerobeams kommt. Sie wird sich verstellen. Aber du sollst ihr sagen, was ich dir offenbare.

Als sie das Haus betritt, erkennt Ahija sie sofort – nicht mit seinen Augen, sondern durch Gottes Wort.

Er spricht harte Worte. Jerobeam war aus dem Volk erhoben worden. Gott hatte ihm ein Reich gegeben, wenn er treu geblieben wäre. Doch er hat andere Götter gemacht, sich Gussbilder gefertigt und Gott hinter seinen Rücken geworfen.

Darum wird Gericht kommen. Sein Haus soll ausgelöscht werden. Jeder männliche Nachkomme wird sterben. Und das Kind, um das sie besorgt ist, wird sterben, sobald sie die Stadt betritt.

Nur dieses Kind soll in Ehren begraben werden, weil etwas Gutes an ihm gefunden wurde.

Die Frau kehrt zurück – schwer beladen mit der Botschaft. Als sie die Schwelle ihres Hauses überschreitet, stirbt das Kind.

Später stirbt auch Jerobeam nach 22 Jahren Herrschaft. Sein Sohn Nadab wird König – doch die angekündigte Zerstörung steht bevor.

Der Blick wechselt nun nach Juda, ins Südreich.

Rehabeam regiert siebzehn Jahre in Jerusalem. Doch auch hier ist der geistliche Zustand erschreckend. Das Volk tut, was böse ist in den Augen des Herrn. Höhen, Gedenksteine und Aschera-Pfähle entstehen auf Hügeln und unter grünen Bäumen. Sogar Tempelprostitution findet statt – wie bei den heidnischen Völkern.

Das Land entfernt sich von Gott.

Im fünften Jahr Rehabeams kommt Schischak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem herauf. Er nimmt die Schätze des Tempels und des Königshauses. Selbst die goldenen Schilde, die Salomo gemacht hatte, werden geraubt.

Rehabeam ersetzt sie durch bronzene Schilde.

Gold wird durch Bronze ersetzt. Glanz durch Ersatz.

Es ist ein stilles, aber starkes Bild für geistlichen Verlust.

Zwischen Rehabeam und Jerobeam herrscht ständig Krieg. Keine Ruhe. Keine Einheit. Keine Stabilität wie in den Tagen Davids oder Salomos.

Und so endet das Kapitel mit zwei Königen, zwei Reichen – und einer deutlichen Abwärtsbewegung.

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🧺 Zusammenfassung

  • Jerobeams Frau sucht verkleidet den Propheten Ahija auf.

  • Gottes Gericht über Jerobeams Haus wird angekündigt.

  • Jerobeams Sohn stirbt wie vorausgesagt.

  • Rehabeam regiert in Juda, doch das Volk fällt in Götzendienst.

  • Ägypten plündert Jerusalem.

  • Das geistliche Niveau beider Reiche sinkt.

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🔦 Botschaft für uns heute

Kapitel 14 zeigt uns:

  • Gott lässt sich nicht täuschen.

  • Verkleidung hilft nicht – Gott sieht das Herz.

  • Ungehorsam bringt langfristige Konsequenzen.

  • Geistlicher Verlust geschieht oft schleichend.

  • Ersatzlösungen (Bronze statt Gold) können äußerlich ähnlich aussehen, sind aber nicht dasselbe.

Wenn wir Gott „hinter unseren Rücken werfen“, verlieren wir mehr als wir ahnen.

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📝 Gedankenimpuls

Gibt es Bereiche in meinem Leben, in denen ich versuche, vor Gott etwas zu verbergen?

Wo habe ich vielleicht „Gold durch Bronze“ ersetzt?

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📆 15 – 21 Februar 2026


📚 GLAUBE SEINEN PROPHETEN

📖 Wöchentliches Lesen der Geist der Prophezeiung


📘 Ellen White | Patriarchen und Propheten

🔥 Kap. 62 : Davids Salbung

Gottes Wahl nach dem Herzen, nicht nach dem Anschein


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📘 Blog 1 : 🌿Im Verborgenen erwählt

Wie Gott in der Stille Herzen formt


📍 Einleitung

Nicht im Palast, nicht im Rampenlicht, nicht unter Applaus beginnt Gottes große Geschichte mit einem König – sondern auf den Feldern Bethlehems. Dort, wo ein junger Hirte seine Schafe hütet, beginnt eine Berufung, die Israel verändern sollte.

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🧵 Kommentar

Die Hügel um Bethlehem lagen im warmen Licht der Sonne. Ein junger Hirte führte seine Herde über steinige Pfade, aufmerksam, wachsam, allein mit dem Wind, den Tieren und seinen Gedanken. Seine Hände kannten die Harfe ebenso gut wie den Hirtenstab. Seine Stimme füllte die Weite der Landschaft mit Liedern, die von Vertrauen, Staunen und Dankbarkeit erzählten.

Während er dort draußen stand, fern von öffentlichen Ehren und menschlicher Anerkennung, bewegte sich im Hintergrund eine andere Geschichte. In Bethlehem war der Prophet Samuel eingetroffen. Die Ältesten der Stadt erschraken – ein Prophet bedeutete oft Gericht. Doch Samuel kam mit einer göttlichen Mission: Ein neuer König sollte gesalbt werden.

Isais Söhne traten einer nach dem anderen vor den Propheten. Groß, stattlich, eindrucksvoll. Besonders Eliab zog die Aufmerksamkeit auf sich. Seine Erscheinung erinnerte an Saul. Doch Gottes Stimme widersprach den menschlichen Erwartungen. Nicht das Äußere entschied. Nicht Größe, nicht Haltung, nicht Ausstrahlung. Gott sah tiefer.

Einer nach dem anderen wurde geprüft – und verworfen. Schließlich blieb nur noch der Jüngste. Der, der nicht einmal eingeladen worden war. Der, der bei den Schafen geblieben war.

Als David hereinkam, lag keine königliche Aura auf ihm. Er brachte den Duft der Felder mit, die Frische des Windes, die Schlichtheit eines Hirten. Doch Gott sprach eindeutig: „Auf, salbe ihn.“

Mitten unter seinen Brüdern wurde er gesalbt. Kein Jubel, kein Thron, kein sofortiger Machtwechsel. Nur Öl, ein Auftrag – und der Geist des Herrn.

Und danach? David kehrte zurück auf die Felder. Zurück zu den Schafen. Doch innerlich war etwas geschehen. Die Landschaft sah er nun mit anderen Augen. Jeder Sonnenaufgang sprach von Gottes Treue. Jeder Berg erzählte von göttlicher Größe. Seine Lieder wurden tiefer. Seine Gedanken reifer. Seine Verbindung zu Gott inniger.

Im Verborgenen wuchs ein König heran.

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🧺 Zusammenfassung

Gott erwählte David nicht wegen seiner äußeren Erscheinung, sondern wegen seines Herzens. Während Menschen nach Größe und Eindruck urteilen, blickt Gott in die Tiefe. Davids Berufung begann nicht im Palast, sondern im Alltag der Treue.

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🔦 Botschaft für uns heute

Unsere unscheinbaren Lebensphasen sind keine verlorene Zeit. Gott formt Charakter im Verborgenen. Treue im Kleinen bereitet auf Größeres vor.

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📝 Gedankenimpuls

Wo in meinem Leben dient Gott gerade im Stillen an meinem Herzen – auch wenn niemand es sieht?