🤩 Bibelgeschichten zum Staunen
Wo Gottes Wunder groß werden – für kleine und große Kinder
🔥 1.Samuel Kapitel 30 – Alles verloren?
🛐 Wie David in der größten Not auf Gott hört
🌅 Einleitung
Kennst du das Gefühl, wenn alles schiefläuft?
Wenn du müde bist, zurück nach Hause kommst – und dann merkst: Etwas Schlimmes ist passiert?
Genau so erging es David und seinen Männern.
Sie hatten gehofft, endlich ausruhen zu können.
Aber was sie fanden, war eine Katastrophe.
📖 Die biblische Geschichte
David und seine Männer waren müde.
Sie waren Tage unterwegs gewesen.
Zuerst hatten sie sich dem Heer der Philister angeschlossen, doch dann war alles anders gekommen. Die Fürsten hatten ihnen misstraut. Sie wollten nicht, dass David mit in den Krieg zog. Also hatte König Achisch gesagt: „Geh zurück nach Ziklag, David. Du kannst nicht mitkämpfen.“
David hatte nicht widersprochen. Vielleicht war er sogar erleichtert. Denn gegen sein eigenes Volk zu kämpfen – gegen Israel – das war nie das, was er wirklich wollte.
So machten sich David und seine Männer auf den Rückweg. Drei Tage marschierten sie durch staubige Landschaft, mit schweren Füßen und müden Herzen. Sie freuten sich auf Ziklag, auf ihre Stadt, auf ihre Frauen und Kinder. Auf ein warmes Essen. Auf Ruhe.
Doch schon von Weitem merkten sie: Irgendetwas stimmte nicht.
Über der Stadt stieg Rauch auf.
Als sie näherkamen, sahen sie das ganze Ausmaß: Ziklag war niedergebrannt. Kein Mensch war mehr da. Keine Frauen, keine Kinder. Keine Tiere. Kein Lachen. Keine Begrüßung. Nur Asche. Nur Leere.
Ein harter Schlag traf Davids Männer. Erst standen sie einfach nur da, entsetzt. Dann fielen sie auf die Knie. Und dann weinten sie. Sie schrien und klagten. So laut, so verzweifelt, dass ihre Stimmen heiser wurden. Die Bibel sagt, sie weinten, „bis sie keine Kraft mehr hatten, um zu weinen“.
Auch David war erschüttert. Auch er hatte Frau und Kinder verloren. Und dann wurde es noch schlimmer: Die Männer begannen, ihm die Schuld zu geben. „Wegen dir waren wir nicht da! Du hast uns weggeführt!“ Einige redeten sogar davon, ihn zu steinigen. David, der sie all die Jahre geführt und beschützt hatte.
Doch David lief nicht weg. Er versuchte nicht, sich zu verteidigen. Stattdessen machte er etwas, was nicht viele tun in so einem Moment: Er suchte Gott.
Er ließ sich das Efod bringen – ein besonderes priesterliches Kleidungsstück – und betete. Er fragte den Herrn: „Soll ich den Feinden nachjagen? Werde ich sie einholen? Werde ich alles zurückbekommen?“ Und Gott antwortete: „Ja. Du wirst sie einholen. Und du wirst alles wiederbekommen.“
David richtete sich auf. Er sprach zu seinen Männern. „Kommt mit. Wir holen zurück, was uns genommen wurde.“ Und obwohl sie erschöpft waren, folgten ihm 600 Männer.
Sie marschierten weiter, bis sie an einen Bach kamen. Dort waren 200 von ihnen so erschöpft, dass sie nicht mehr weiterkonnten. David ließ sie dort zurück – und zog mit 400 Männern weiter.
Unterwegs begegneten sie einem jungen Ägypter, der halb verhungert und krank war. Sie gaben ihm zu essen und zu trinken – Brot, Feigen, Datteln, Wasser. Als er wieder zu Kräften kam, fragte David ihn: „Wer bist du? Und wo kommst du her?“
Der Junge antwortete: „Ich war Diener bei den Amalekitern. Wir haben Ziklag niedergebrannt. Aber als ich krank wurde, ließen sie mich zurück.“
David fragte: „Bringst du uns zu ihnen?“ – Der Junge nickte. „Wenn ihr mich nicht tötet oder ausliefert, zeige ich euch, wo sie sind.“
So kam es, dass David den Feinden auf die Spur kam.
Als sie das Lager der Amalekiter erreichten, sahen sie die Feinde tanzen, feiern und lachen. Sie freuten sich über die vielen Schätze, die sie geraubt hatten.
Aber ihr Fest dauerte nicht lange. David und seine Männer griffen an.
Sie kämpften von Abend bis zum nächsten Abend.
Und sie gewannen. Vollständig.
Nicht eine Frau, nicht ein Kind, nicht ein Tier ging verloren. Alles, was die Amalekiter gestohlen hatten, wurde zurückgeholt.
Als sie zurückkamen zu dem Bach, wo die 200 erschöpften Männer warteten, sagte ein paar Krieger: „Diese hier haben nicht mitgekämpft. Sie sollen nichts bekommen!“
Doch David antwortete fest: „Nein. Sie haben das Lager bewacht. Wir sind eine Einheit. Wir teilen alles. Der Sieg gehört uns allen.“
Von da an wurde das ein Gesetz in Israel: Alle bekommen ihren Anteil – auch die, die zurückbleiben mussten.
💚 Botschaft für Kinder heute
David hätte alles verlieren können – nicht nur seine Familie, sondern auch das Vertrauen seiner Freunde.
Doch an dem dunkelsten Punkt machte er das Beste: Er wandte sich an Gott.
Statt zu jammern oder zu schimpfen, suchte David die Nähe des Herrn.
Und Gott antwortete.
Er gab Kraft. Mut. Hoffnung. Und am Ende: einen großen Sieg.
Auch du kannst wissen:
Wenn alles schiefgeht – du darfst Gott um Hilfe bitten.
Er sieht dich. Er hört zu. Und er kann Dinge wiederherstellen, die für dich verloren schienen.
💭 Gedankenimpuls
– Was tust du, wenn etwas Schlimmes passiert?
– Kennst du jemanden, der Mut gezeigt hat, obwohl alles verloren schien?
– Kannst du wie David sagen: „Ich will Gott zuerst fragen“?
🧒 👧 👦
💌 Einladung zu 1. Samuel – Kapitel 31
Die Geschichte von Saul geht zu Ende.
Ein König, der stark begann, aber Gott nicht mehr gehorchte, muss nun die Folgen tragen.
In einer schweren Schlacht geschieht das, wovor sich Saul am meisten gefürchtet hat.
Doch selbst in dieser traurigen Geschichte gibt es Menschen, die mutig handeln.
👉 Komm mit in das letzte Kapitel von 1. Samuel – und erfahre, wie ein treuer Anfang traurig enden kann, wenn man Gottes Stimme vergisst.
🔔 Teaser für Kapitel 31
Die Philister greifen an – und Israel verliert.
Saul ist verwundet. Seine Söhne fallen im Kampf.
Und am Ende bleibt ihm nur noch eine letzte Entscheidung.
Doch weit weg – in einer kleinen Stadt – gibt es Männer, die etwas tun, das Mut und Ehre zeigt.
📖 Kapitel 31 erzählt von einem traurigen Ende –
aber auch davon, wie man selbst in dunklen Zeiten das Richtige tun kann.
