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Psalm 10
KLAGE ÜBER DEN VERZUG DER GÖTTLICHEN HILFE BEI DEM ÜBERMUT DER FEINDE UND GEBET UM ERRETTUNG DER UNTERDRÜCKTEN
Psalm 10 beschreibt die Herausforderungen und das Leiden derer, die unter der Herrschaft der Gottlosen leiden. Der Psalmist erhebt seine Stimme vor Gott und stellt Fragen, die vielen Gläubigen in Zeiten der Prüfung bekannt sind.
Dieser Psalm drückt das tiefe Leid der Unterdrückten aus, die von den Gottlosen misshandelt werden. Die Worte des Psalmisten sind ein verzweifelter Ruf an Gott, der scheinbar in Zeiten der Not fern und verborgen ist. Der Psalm beschreibt die Überheblichkeit und Bosheit der Gottlosen, die ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Armen und Schwachen agieren.
Die poetische Darstellung des Psalmisten gibt einen Einblick in die Gedankenwelt der Gottlosen, die stolz in ihrer Bosheit verharren und sich über göttliche Gerechtigkeit erheben. Der Psalmist beklagt, dass die Gottlosen in ihrem Übermut glauben, dass Gott ihre Taten nicht wahrnimmt und ihre Tücke ungestraft bleibt.
Trotz dieser düsteren Beschreibung ruft der Psalmist zu Gott auf, sich zu erheben und Gerechtigkeit zu üben. Der Appell an Gott, die Unterdrückten nicht zu vergessen und die Gottlosen zu strafen, zeigt das tiefe Vertrauen des Psalmisten in Gottes Souveränität und Gerechtigkeit. Die Worte des Psalms sind ein Ausdruck des Glaubens daran, dass Gott letztendlich Recht schaffen wird und dass die Gottlosen nicht für immer triumphieren können.
Der Psalm endet mit einer Erklärung der ewigen Herrschaft Gottes und dem Vertrauen darauf, dass Gott das Verlangen der Elenden hört und Gerechtigkeit für die Unterdrückten bringen wird. Es ist eine Erinnerung daran, dass trotz der scheinbaren Abwesenheit Gottes in Zeiten der Not, sein Königtum unerschütterlich ist, und dass er die Gebete der Hilfesuchenden hört und ihnen Gerechtigkeit widerfahren lässt.
Lutherbibel 1912