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26.Mai 2024
TÄGLICHES BIBELLESEN – Hosea Kap.2
Die kommende Rettung.
1Es wird aber die Zahl der Kinder Israel sein wie der Sand am Meer, den man weder messen noch zählen kann. Und es soll geschehen an dem Ort, da man zu ihnen gesagt hat: »Ihr seid nicht mein Volk«, wird man zu ihnen sagen: »O ihr Kinder des lebendigen Gottes!« 
2Denn es werden die Kinder Juda und die Kinder Israel zuhauf kommen und werden sich miteinander an ein Haupt halten und aus dem Lande heraufziehen; denn der Tag Jesreels wird ein großer Tag sein. 
3Sagt euren Brüdern, sie seien mein Volk, und zu eurer Schwester, sie sei in Gnaden.
Gott zieht das treulose Israel zur Rechenschaft.
4Sprecht das Urteil über eure Mutter – sie sei nicht mein Weib, und ich will sie nicht haben! –, heißt sie ihre Hurerei von ihrem Angesichte wegtun und ihre Ehebrecherei von ihren Brüsten,
5auf daß ich sie nicht nackt ausziehe und darstelle, wie sie war, da sie geboren ward, und ich sie nicht mache wie eine Wüste und wie ein dürres Land, daß ich sie nicht Durstes sterben lasse 
6und mich ihrer Kinder nicht erbarme, denn sie sind Hurenkinder; 
7denn ihre Mutter ist eine Hure, und die sie getragen hat, hält sich schändlich und spricht: Ich will meinen Buhlen nachlaufen, die mir geben Brot, Wasser, Wolle, Flachs, Öl und Trinken. 
8Darum siehe, ich will deinen Weg mit Dornen vermachen und eine Wand davorziehen, daß sie ihren Steig nicht finden soll; 
9und wenn sie ihren Buhlen nachläuft, daß sie die nicht ergreifen, und wenn sie die sucht, sie nicht finden könne und sagen müsse: Ich will wiederum zu meinem vorigen Mann gehen, da mir besser war, denn mir jetzt ist. 
10Denn sie will nicht wissen, daß ich es sei, der ihr gibt Korn, Most und Öl und ihr viel Silber und Gold gegeben hat, das sie haben Baal zu Ehren gebraucht.
11Darum will ich mein Korn und meinen Most wieder nehmen zu seiner Zeit und ihr meine Wolle und meinen Flachs entziehen, damit sie ihre Blöße bedeckt.
12Nun will ich ihre Schande aufdecken vor den Augen ihrer Buhlen, und niemand soll sie von meiner Hand erretten. 
13Und ich will ein Ende machen mit allen ihren Freuden, Festen, Neumonden, Sabbaten und allen ihren Feiertagen. 
14Ich will ihre Weinstöcke und Feigenbäume wüst machen, weil sie sagt: »Das ist mein Lohn, den mir meine Buhlen gegeben.« Ich will einen Wald daraus machen, daß es die wilden Tiere fressen sollen. 
15Also will ich heimsuchen über sie die Tage der Baalim, denen sie Räuchopfer tut und schmückt sich mit Stirnspangen und Halsbändern und läuft ihren Buhlen nach und vergißt mein, spricht der Herr.
Gottes Treue überwindet Israels Untreue.
16Darum siehe, ich will sie locken und will sie in eine Wüste führen und freundlich mit ihr reden. 
17Da will ich ihr geben ihre Weinberge aus demselben Ort und das Tal Achor zum Tor der Hoffnung. Und daselbst wird sie singen wie zur Zeit ihrer Jugend, da sie aus Ägyptenland zog. 
18Alsdann, spricht der Herr, wirst du mich heißen »mein Mann« und mich nicht mehr »mein Baal« heißen.
 19Denn ich will die Namen der Baalim von ihrem Munde wegtun, daß man ihrer Namen nicht mehr gedenken soll. 
20Und ich will zur selben Zeit ihnen einen Bund machen mit den Tieren auf dem Felde, mit den Vögeln unter dem Himmel und mit dem Gewürm auf Erden und will Bogen, Schwert und Krieg vom Lande zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen. 
21Ich will mich mit dir verloben in Ewigkeit; ich will mich mit dir vertrauen in Gerechtigkeit und Gericht, in Gnade und Barmherzigkeit. 
22Ja, im Glauben will ich mich mit dir verloben, und du wirst den Herrn erkennen. 
23Zur selben Zeit, spricht der Herr, will ich erhören, ich will den Himmel erhören, und der Himmel soll die Erde erhören, 
24und die Erde soll Korn, Most und Öl erhören, und diese sollen Jesreel erhören. 
25Und ich will sie mir auf Erden zum Samen behalten und mich erbarmen über die, so in Ungnaden war, und sagen zu dem, das nicht mein Volk war: Du bist mein Volk; und es wird sagen: Du bist mein Gott.
Luther 1912Public Domain

 

Kommentar
Hosea Kapitel 2 ist ein faszinierendes Kapitel, das die zukünftige Rettung und Wiederherstellung Israels nach ihrer Untreue gegenüber Gott beschreibt. Es zeigt die unerschütterliche Treue Gottes gegenüber seinem Volk und seine Bereitschaft, selbst inmitten von Sünde und Verrat zu vergeben und zu erlösen.
In diesem Abschnitt sehen wir, wie Gott die Zahl der Kinder Israels mit dem Sand am Meer vergleicht, was darauf hinweist, dass ihr Segen und ihre Vermehrung wiederhergestellt werden. Der Ort, an dem einst zu ihnen gesagt wurde: „Ihr seid nicht mein Volk“, wird nun zu einem Ort der Annahme und des Segens werden, an dem sie als Kinder des lebendigen Gottes bezeichnet werden.
Gott zieht Israel zur Rechenschaft für ihre Untreue und Sünde, aber selbst in seiner Zurechtweisung zeigt er seine Liebe und Barmherzigkeit. Er kündigt an, ihre Schande aufzudecken und ihre falschen Götter zu entlarven, aber gleichzeitig verspricht er, sie in die Wüste zu führen, um dort freundlich mit ihnen zu reden und sie neu zu gestalten.
Die Prophetie geht weiter, indem sie die kommende Vergebung und Versöhnung zwischen Gott und seinem Volk verkündet. Gott verspricht, die Namen der falschen Götter von ihren Lippen zu entfernen und einen ewigen Bund mit ihnen zu schließen. Er verspricht, sie sicher wohnen zu lassen und sich in Ewigkeit mit ihnen zu verloben.
Dieses Kapitel ist eine kraftvolle Erinnerung an Gottes unermessliche Liebe und Treue, die über menschliche Schwäche und Versagen hinausreicht. Es lädt dazu ein, Vergebung und Versöhnung anzunehmen und auf Gottes Verheißungen der Wiederherstellung und des Segens zu vertrauen.

 

 

WÖCHENTLICHES LESEN DER GEIST DER PROPHEZEIUNG – Ellen White | Das Leben Jesu Kap.32 – Der Hauptmann
Auf der Grundlage von Matthäus 8,5-13; Lukas 7,1-17.
Hier online lesen.

 

Kommentar
Dieses Kapitel über den Hauptmann und die Auferweckung des Jünglings in Nain ist eine eindrucksvolle Darstellung des Glaubens und der Macht Jesu Christi. Der Hauptmann, ein Mann von außergewöhnlichem Glauben und Demut, erkannte die Autorität und Macht Jesu, auch ohne ihn persönlich zu sehen. Sein Vertrauen war so stark, dass er glaubte, Jesus müsse nur ein Wort sprechen, um seinen Knecht zu heilen.
Die Demut und das Vertrauen des Hauptmanns stehen im Kontrast zur Arroganz und Ungläubigkeit der jüdischen Ältesten. Sie erkannten nicht die Wahrheit und die Macht Jesu, sondern baten um seine Gunst aufgrund ihrer nationalen Zugehörigkeit. Der Hauptmann hingegen erkannte seine eigene Unwürdigkeit, wagte es aber dennoch, Jesus um Hilfe zu bitten.
Jesus bewunderte den Glauben des Hauptmanns und erfüllte seinen Wunsch. Er lobte den außergewöhnlichen Glauben des Hauptmanns und heilte seinen Knecht, ohne ihn persönlich zu sehen. Diese Begebenheit zeigt, dass der Glaube an Jesus Christus keine Grenzen kennt und dass er auch diejenigen segnet, die fern von ihm leben.
Die Auferweckung des Jünglings in Nain ist ein weiteres Beispiel für Jesu Macht über Leben und Tod. Seine Worte brachten den Toten zurück ins Leben und erfüllten die trauernde Mutter mit Freude. Diese Ereignisse offenbarten die unendliche Güte und Fürsorge Jesu für die Leidenden und Bedürftigen.
Heute, genauso wie damals, können wir uns auf Jesus verlassen, um uns in unseren schwersten Stunden zu trösten und zu stärken. Sein Wort ist lebendig und wirksam, und sein Geist wohnt in denen, die an ihn glauben. Mögen wir wie der Hauptmann demütig und voller Vertrauen vor Jesus treten, denn seine Macht und Liebe kennen keine Grenzen.

 

WÖCHENTLICHES LESEN DER GEIST DER PROPHEZEIUNG – Ellen White | Das Leben Jesu Kap.33 – Wer sind meine Brüder?
Auf der Grundlage von Matthäus 12,22-50; Markus 3,20-35.
Hier online lesen.

 

Kommentar
Dieses Kapitel aus „Das Leben Jesu“ von Ellen White beleuchtet einfühlsam die Herausforderungen und Missverständnisse, denen Jesus während seines irdischen Lebens ausgesetzt war, besonders in Bezug auf seine eigenen Verwandten. Es zeigt auf, wie selbst seine Brüder Schwierigkeiten hatten, sein göttliches Wirken zu verstehen, und wie ihr Unglaube seine Mission belastete.
Ein zentrales Thema dieses Abschnitts ist die Bedeutung des Glaubens an Christus und die Notwendigkeit, sich ihm ganz hinzugeben. Die Ablehnung des Heiligen Geistes wird als eine schwerwiegende Sünde dargestellt, die den Zugang zur göttlichen Vergebung verwehrt. Die Warnung vor unnützen Worten und der Verdammung derer, die den Willen Gottes missachten, stehen im Mittelpunkt dieser Lehre.
Durch das Beispiel von Jesu eigener Familie und ihrer anfänglichen Unfähigkeit, sein Werk zu erkennen, erinnert uns dieses Kapitel daran, dass Glaube über familiäre Bindungen hinausgeht. Christus betont die geistliche Verwandtschaft derer, die seinen Willen tun, und die enge Beziehung, die sie mit ihm haben.
Insgesamt unterstreicht dieses Kapitel die Bedeutung von Glauben, Gehorsam und Hingabe im Leben eines Christen sowie die Tragödie der Ablehnung des göttlichen Lichts. Es erinnert daran, dass das Vertrauen auf Christus und die Annahme seiner Erlösung uns zu einem Teil seiner himmlischen Familie machen und uns zu einem Leben in Gemeinschaft mit ihm führen können.