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9.2 Als Kinder des Lichts leben
Abgrenzung von der Finsternis
Paulus‘ Warnung vor dem Zorn Gottes in Epheser 5,6 ist eine ernste Mahnung an die Gläubigen, ein Leben als Kinder des Lichts zu führen und sich nicht von den Verlockungen der Finsternis verführen zu lassen. Er identifiziert klar diejenigen, die in Sünden wie sexueller Unmoral und Habgier leben, als „Kinder des Ungehorsams“. Es ist wichtig zu erkennen, dass Paulus nicht nur die Sünden selbst verurteilt, sondern auch diejenigen, die in ihnen leben und sich ihnen verschrieben haben.
Die Warnung vor „leeren Worten“ ist besonders relevant, da sie darauf hinweist, wie leicht Gläubige durch falsche Lehren und verführerische Rhetorik in die Irre geführt werden können. Es ist eine Mahnung, wachsam zu sein und die Wahrheit des Evangeliums zu bewahren, anstatt den Lehren der Finsternis nachzugeben.
Die Erwähnung des Zorns Gottes mag für einige befremdlich sein, aber es ist wichtig zu verstehen, dass dieser Zorn nicht als eine willkürliche oder unkontrollierte Wut zu verstehen ist, sondern als eine gerechte Reaktion auf hartnäckige Sünde. Gott, der langmütig und gerecht ist, warnt die Menschen vor seinem kommenden Gericht, nicht aus Grausamkeit, sondern aus Liebe und Gnade. Es ist eine Möglichkeit, die Menschen auf ihre Verantwortung vor Gott hinzuweisen und sie zur Umkehr zu rufen.
Insgesamt erinnert uns Paulus‘ Ermahnung daran, dass unser Lebenswandel als Gläubige von großer Bedeutung ist. Als Kinder des Lichts sind wir dazu berufen, in der Wahrheit zu wandeln und uns von den Werken der Finsternis fernzuhalten. Wir sollten wachsam sein gegenüber falschen Lehren und Verlockungen und stattdessen dem Weg der Gerechtigkeit und Liebe folgen, um nicht dem Zorn Gottes ausgesetzt zu sein.
Warum ermahnt Paulus die Gläubigen, sich nicht mit den Sündern zu verbrüdern oder mit ihnen „gemeinsame Sache“ zu machen?(Eph 5,7–10 Hfa)
Paulus ermahnt die Gläubigen in Epheser 5,7-10, sich nicht mit den Sündern zu verbinden oder gemeinsame Sache mit ihnen zu machen, aus mehreren wichtigen Gründen:
  1. Abgrenzung von sündigem Verhalten: Indem die Gläubigen sich von den Sündern abgrenzen, zeigen sie ihre Entschlossenheit, ein Leben der Heiligkeit und des Gehorsams gegenüber Gott zu führen. Gemeinschaft mit denen, die in sündigem Verhalten leben, könnte dazu führen, dass die Gläubigen in Versuchung geraten und ihre eigenen moralischen Standards gefährden.
  2. Bewahrung der geistlichen Reinheit: Gemeinschaft mit den Sündern könnte die geistliche Reinheit der Gläubigen gefährden. Paulus ermahnt die Gläubigen, sich von den Werken der Finsternis fernzuhalten und stattdessen im Licht zu wandeln. Indem sie sich von denen trennen, die in der Finsternis leben, schützen sie ihre eigene geistliche Gesundheit und Integrität.
  3. Zeugnis für Christus: Die Gläubigen sollen ein lebendiges Zeugnis für Christus in der Welt sein. Durch ihre Abgrenzung von sündigem Verhalten und ihre Hingabe an ein Leben der Heiligkeit zeigen sie der Welt um sie herum die transformative Kraft des Evangeliums. Gemeinsame Sache mit den Sündern zu machen, könnte ihr Zeugnis beeinträchtigen und die Botschaft des Evangeliums entkräften.
  4. Gottes Wohlgefallen: Paulus ermutigt die Gläubigen, das zu tun, was dem Herrn gefällt, und sich nicht an den Früchten der Finsternis zu beteiligen. Indem sie sich von den Sündern trennen und im Licht wandeln, leben sie in Übereinstimmung mit Gottes Willen und bringen ihm Freude und Ehre.
Insgesamt ermahnt Paulus die Gläubigen, sich von den Sündern abzugrenzen und im Licht zu wandeln, um ihre geistliche Gesundheit zu bewahren, ein starkes Zeugnis für Christus abzugeben und Gott zu gefallen.

Die Ermahnung von Paulus, sich nicht mit den Sündern zu verbinden oder gemeinsame Sache mit ihnen zu machen, hat direkte Auswirkungen auf unser Alltagsleben und unseren Glauben:
  1. Entscheidungen in Bezug auf Beziehungen: Diese Ermahnung erinnert uns daran, dass wir als Gläubige in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen achtsam sein müssen. Es bedeutet nicht, dass wir den Kontakt zu Nicht-Gläubigen vollständig meiden sollen, sondern dass wir unsere Beziehungen klug wählen und uns nicht in Situationen begeben, die uns von unserem Glauben abbringen könnten.
  2. Bewahrung unserer moralischen Integrität: Durch die Abgrenzung von sündigem Verhalten und die Vermeidung von gemeinsamer Sache mit denen, die in der Finsternis leben, schützen wir unsere geistliche Reinheit und moralische Integrität. Wir stehen fest für die Werte und Prinzipien unseres Glaubens und lassen uns nicht von den Verlockungen der Welt verführen.
  3. Zeugnis für Christus: Unser Lebenswandel als Kinder des Lichts ist ein lebendiges Zeugnis für Christus in der Welt. Indem wir uns von sündigem Verhalten distanzieren und ein Leben der Heiligkeit führen, zeigen wir der Welt um uns herum die transformative Kraft des Evangeliums. Unsere Entscheidung, im Licht zu wandeln, kann andere dazu ermutigen, ebenfalls nach Christus zu suchen.
  4. Gottes Wohlgefallen: Letztendlich handelt es sich bei der Abgrenzung von der Finsternis um eine Ausdrucksform unserer Hingabe und Liebe zu Gott. Indem wir uns von den Sündern trennen und im Licht wandeln, bringen wir Gott Freude und Ehre. Wir zeigen damit unseren Wunsch, seinem Willen zu folgen und ihm zu gefallen.
Insgesamt ermahnt uns Paulus dazu, unser Alltagsleben und unseren Glauben in Einklang zu bringen, indem wir uns von den Werken der Finsternis fernhalten und im Licht wandeln. Diese Ermahnung hat praktische Auswirkungen auf unsere Entscheidungen, Beziehungen und Lebensweise und zeigt unsere Verbundenheit mit Gott und seinem Willen.