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Lektion 6.Ich will aufstehen
Lektion 6 mit dem Titel „Ich will aufstehen“ führt uns in die tiefen Einsichten der Psalmen ein, insbesondere der Psalmen 18, 76 und 144. Diese Psalmen präsentieren Gott als mächtigen Krieger und Richter, der bereit ist, sein Volk vor Gefahren zu schützen. Die Lektion betont das Vertrauen auf Gottes Kraft inmitten von Herausforderungen, die Abhängigkeit von seiner Befreiung, die Sorge für die Unterdrückten und die Kraft von Lobpreis und Gebet im täglichen Leben. Sie ermutigt uns, unsere Hoffnung auf Gott zu setzen und aktiv für Gerechtigkeit und Mitgefühl einzutreten. Die Lektion zeigt die zeitlose Relevanz der Psalmen für unseren Glauben und Alltag auf und lädt dazu ein, die lebendige Botschaft dieser biblischen Texte in unserem eigenen Leben zu erfahren.

6.1 Der mächtige Krieger
Lies Psalm 18,4–19; 76,4–10.13 und 144,5–7. Wie wird der Herr in diesen Versen dargestellt? Was vermitteln diese Bilder über Gottes Bereitschaft, sein Volk zu retten?
Die Psalmen, insbesondere Psalm 18, 76 und 144, zeichnen beeindruckende Bilder von Gott als mächtigem Krieger und gerechtem Richter. Diese Hymnen preisen seine überwältigende Macht über die Bedrohungen, die sein Volk umgeben, und veranschaulichen dabei die Strenge und Dringlichkeit von Gottes Antwort auf die Rufe und das Leid seines Volkes.
Die poetischen Darstellungen in Psalm 18, vor allem die beschriebenen Naturphänomene wie Donner, Blitz und Hagel, vermitteln die Majestät Gottes als einen Krieger, der seine Feinde zerstreut und die Tiefen der Welt aufdeckt. Diese Bilder zeugen von Gottes unmittelbarer Präsenz und seiner Entschlossenheit, das Böse zu besiegen.
Es wird betont, dass die Gewissheit von Gottes Handeln jeden Zweifel an seiner Fürsorge, seinem Mitgefühl und seiner Fähigkeit, das Böse zu überwinden, zerstreuen sollte. Die Psalmen verdeutlichen, dass die Befreiung von Gottes Volk nicht durch menschliche Mittel erfolgt, sondern durch die übernatürliche Macht Gottes selbst.
Besonders hervorgehoben wird die Haltung von König David, der trotz seiner eigenen Erfolge im Krieg Gott als den einzigen wahren Sieger preist. Seine Anerkennung der Quelle seiner Kraft, die nicht in menschlichen Fähigkeiten liegt, sondern in Gottes Eingreifen, verleiht seinen Lobpreis und Gebeten eine tiefere Bedeutung.
Insgesamt verdeutlichen die Psalmen die Rolle Gottes als mächtigen Befreier und Erhalter des Volkes. König David wird als ein begabter Musiker gezeigt, der durch Lobpreis und Gebet Gottes Macht über jede menschliche Anstrengung stellt und darauf hinweist, dass wahre Stärke und Sieg in Gott allein zu finden sind.
Welche Gaben, Fähigkeiten und Erfolge du auch immer im Leben gehabt hast: Warum musst du dich stets an die Quelle all dessen erinnern? Welche Gefahr droht dir, wenn du diese Quelle vergisst?
Die Erinnerung an die Quelle all unserer Gaben, Fähigkeiten und Erfolge dient als wichtige Grundlage für Demut, Dankbarkeit und einen ausgewogenen Lebensansatz. Egal, welche Talente wir besitzen oder welche Erfolge wir erzielen, es ist entscheidend zu erkennen, dass diese nicht ausschließlich auf unseren eigenen Verdiensten beruhen. Vielmehr sind sie Geschenke oder Möglichkeiten, die uns von außen zuteilwerden.
Die Gefahr, die entsteht, wenn wir die Quelle vergessen, liegt in einem möglichen Verlust von Demut und Dankbarkeit. Wenn wir uns zu sehr auf unsere eigenen Fähigkeiten und Erfolge konzentrieren, laufen wir Gefahr, uns arrogant oder selbstgefällig zu fühlen. Dies kann zu einem Mangel an Empathie für andere führen und uns von den realen Bedürfnissen und Herausforderungen in der Welt entfremden.
Die Erinnerung an die Quelle hilft auch dabei, unsere Verantwortung zu erkennen. Wenn wir anerkennen, dass unsere Talente und Erfolge nicht nur persönliche Errungenschaften sind, sondern uns von einer höheren Macht oder von anderen Menschen gegeben wurden, fühlen wir uns eher verpflichtet, unsere Ressourcen und Fähigkeiten zum Wohl der Gesellschaft einzusetzen.
Insgesamt dient die bewusste Erinnerung an die Quelle als Wegweiser für ein ausgeglichenes, demütiges und dankbares Leben, das nicht nur auf persönlichem Erfolg, sondern auch auf dem Wunsch basiert, Gutes für andere zu tun und die Welt um uns herum positiv zu beeinflussen.

Die Verbindung zwischen unserem Alltagsleben und dem Glauben, die aus diesen Texten hervorgeht, ist mehrschichtig:
  1. Demut und Dankbarkeit: Die Texte erinnern uns daran, dass alles Gute in unserem Leben letztendlich von einer höheren Macht kommt. Indem wir uns an die Quelle aller Gaben, Fähigkeiten und Erfolge erinnern, bleiben wir demütig und dankbar für das, was wir haben.
  2. Verantwortungsbewusstsein: Die Erinnerung an die Quelle unserer Gaben erinnert uns auch an unsere Verantwortung gegenüber anderen. Wir erkennen, dass unsere Talente und Erfolge nicht nur für uns selbst bestimmt sind, sondern auch dazu dienen sollten, anderen zu helfen und Gutes in der Welt zu bewirken.
  3. Empathie und Mitgefühl: Indem wir uns bewusst an die Quelle unserer Gaben erinnern, bleiben wir verbunden mit den realen Bedürfnissen und Herausforderungen anderer Menschen. Dies fördert Empathie und Mitgefühl und hilft uns, uns nicht von den Sorgen und Nöten anderer zu entfremden.
  4. Ausgewogenes Lebensansatz: Die Erinnerung an die Quelle unserer Gaben hilft uns, einen ausgewogenen Lebensansatz zu bewahren. Wir erkennen, dass persönlicher Erfolg zwar wichtig ist, aber nicht alles im Leben ausmacht. Ein demütiges und dankbares Herz führt zu einem erfüllten Leben, das nicht nur auf persönlichem Erfolg basiert, sondern auch darauf, Gutes für andere zu tun und die Welt um uns herum positiv zu beeinflussen.
Insgesamt dienen diese Texte als Erinnerung daran, dass wir als Menschen Teil eines größeren Ganzen sind und dass unsere Gaben und Erfolge nicht isoliert betrachtet werden sollten. Indem wir uns an die Quelle aller Gaben erinnern, bleiben wir demütig, dankbar und verantwortungsbewusst und setzen uns für das Wohl anderer ein.