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4.2 Einst von unseren eigenen Begierden verführt
Gefangen in den Fesseln der Begierde: Ein Blick auf unsere vorherige Lebensweise
Was meint Paulus mit der Aussage, dass seine Zuhörer einst „wie alle anderen Menschen … dem Zorn Gottes ausgeliefert“ waren (Eph 2,3 Hfa)? Vergleiche mit Epheser 2,3 und 5,6.
Paulus‘ Aussage, dass seine Zuhörer einst „wie alle anderen Menschen… dem Zorn Gottes ausgeliefert“ waren (Epheser 2,3 Hfa), weist auf die tiefe Verlorenheit hin, in der sich die Menschen vor ihrer Bekehrung befanden. Durch diese Formulierung verdeutlicht Paulus die bedrohliche Situation, in der sich die Menschen befinden, wenn sie von Gott getrennt sind und unter seinem Zorn stehen.
Indem er die Gläubigen als „Kinder des Zorns von Natur“ bezeichnet, verdeutlicht Paulus die angeborene Neigung des Menschen zum Bösen und zur Rebellion gegen Gott. Diese Neigung zur Sünde führt dazu, dass Menschen ihrem eigenen egoistischen und selbstzerstörerischen Verhalten folgen, anstatt Gottes Willen zu gehorchen.
Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Paulus diese Aussage in der Vergangenheitsform verwendet, was darauf hinweist, dass sich die Situation für die Gläubigen geändert hat. Durch ihren Glauben an Jesus Christus sind sie aus der Herrschaft der Sünde und dem Zorn Gottes befreit worden. Obwohl die Neigung zur Sünde weiterhin eine Realität bleibt, sind sie nun in der Lage, den „alten Menschen“ abzulegen und stattdessen den „neuen Menschen“ anzuziehen, der nach Gott geschaffen ist (Epheser 4,22–24).
Insgesamt verdeutlicht Paulus mit dieser Aussage die Verlorenheit und die aussichtslose Situation der Menschen ohne Christus, betont aber gleichzeitig die Befreiung und die neue Identität, die Gläubige in Christus erhalten haben.
Wer hat nicht schon erlebt, wie verdorben unsere Natur ist, selbst nachdem wir uns Jesus übergeben haben? Was sollte uns das über die Wichtigkeit dessen lehren, dass wir uns in jedem Augenblick unseres Lebens an Jesus klammern?
Es ist eine weit verbreitete Erfahrung unter Gläubigen, die nach ihrer Bekehrung weiterhin mit der Verdorbenheit ihrer menschlichen Natur konfrontiert sind. Trotz des Glaubens an Jesus Christus und der Entscheidung, ihm zu folgen, können wir immer noch mit Versuchungen, Sünden und inneren Kämpfen konfrontiert sein. Diese Erfahrung erinnert uns daran, dass unsere menschliche Natur anfällig für Sünde ist und dass unser geistliches Wachstum ein fortwährender Prozess ist.
Die Tatsache, dass wir trotz unserer Bekehrung weiterhin mit unserer verdorbenen Natur konfrontiert sind, unterstreicht die Wichtigkeit, sich in jedem Moment unseres Lebens an Jesus zu klammern. Indem wir uns an Jesus festhalten, erkennen wir unsere Abhängigkeit von ihm an und vertrauen darauf, dass seine Gnade und Kraft ausreichen, um uns in unseren Schwächen zu unterstützen (2. Korinther 12,9). Wir erkennen, dass wir ohne Jesus nicht in der Lage sind, gegen die Versuchungen und Herausforderungen des Lebens zu bestehen.
Das Festhalten an Jesus bedeutet, sich bewusst dafür zu entscheiden, ihn in unser Leben zu integrieren, indem wir regelmäßig beten, die Bibel lesen, Gemeinschaft mit anderen Gläubigen suchen und uns von seinem Geist leiten lassen. Durch diesen engen und beständigen Kontakt mit Jesus können wir gestärkt werden, um den Versuchungen der Welt zu widerstehen und ein Leben zu führen, das ihm gefällt.
Insgesamt lehrt uns die Erfahrung unserer verdorbenen menschlichen Natur nach unserer Bekehrung die Wichtigkeit und Notwendigkeit, uns in jedem Augenblick unseres Lebens an Jesus zu klammern. Nur durch ihn können wir die Kraft und den Trost finden, den wir brauchen, um ein Leben zu führen, das nach Gottes Willen ausgerichtet ist.

Die Verbindung zwischen unserem Alltagsleben und unserem Glauben ist in Epheser 2,3 und 5,6 deutlich zu erkennen. Diese Verse verdeutlichen, dass wir alle vor unserer Bekehrung unter der Herrschaft der Sünde standen und dem Zorn Gottes ausgeliefert waren. Unabhängig davon, wie sehr wir uns bemüht haben, ein moralisches Leben zu führen, waren wir doch von Natur aus der Sünde verfallen und unfähig, uns selbst zu erlösen.
Die Erfahrung, wie verdorben unsere Natur ist, selbst nachdem wir uns Jesus übergeben haben, zeigt uns die fortwährende Notwendigkeit, uns in jedem Augenblick unseres Lebens an Jesus zu klammern. Wir erkennen, dass wir ohne Jesus nicht nur machtlos sind gegenüber der Sünde, sondern auch gegenüber den Herausforderungen des täglichen Lebens. Unsere menschliche Natur ist anfällig für Versuchungen und wir können uns leicht von den Begierden und Versuchungen dieser Welt beeinflussen lassen.
Die Wichtigkeit, sich in jedem Augenblick unseres Lebens an Jesus zu klammern, liegt darin, dass er unsere einzige Hoffnung und Rettung ist. Nur durch ihn können wir die Kraft und den Trost finden, den wir brauchen, um den Verlockungen der Sünde zu widerstehen und ein Leben zu führen, das Gott gefällt. Durch regelmäßiges Gebet, Bibelstudium und Gemeinschaft mit anderen Gläubigen können wir unsere Beziehung zu Jesus vertiefen und gestärkt werden, um den Herausforderungen des täglichen Lebens zu begegnen.
Insgesamt lehrt uns die Erfahrung unserer verdorbenen menschlichen Natur die lebenswichtige Bedeutung, uns in jedem Augenblick unseres Lebens an Jesus zu klammern. Nur durch ihn können wir die Verbindung zwischen unserem Alltagsleben und unserem Glauben verstehen und ein Leben führen, das von seiner Gnade und seiner Liebe geleitet wird.