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Lektion 13.Frieden schaffen
Gemeinsam im geistlichen Kampf: Frieden schaffen und die göttliche Rüstung anlegen
In der Bibel beschreibt der Apostel Paulus in Epheser 6,10-20 den geistlichen Kampf der Gläubigen als eine Auseinandersetzung mit den Mächten der Finsternis. Doch diese metaphorische Darstellung geht weit über den individuellen Glaubenskampf hinaus und umfasst die gesamte Gemeinde als vereinte Armee im Dienst Christi. Diese Lektion lädt uns ein, tiefer in die Bedeutung der Einheit, des Friedensstiftens und der göttlichen Ausrüstung einzutauchen, die Paulus in seinem Brief an die Epheser anspricht.
Die Gemeinde wird als eine geeinte Armee dargestellt, die gemeinsam gegen die Mächte der Finsternis kämpft. Indem Paulus die Gläubigen nicht als isolierte Kämpfer, sondern als vereinte Einheit beschreibt, betont er die Bedeutung der Gemeinschaft und der gemeinsamen Anstrengungen im geistlichen Kampf. Dieser Ansatz verdeutlicht, dass der Kampf gegen das Böse eine kollektive Verantwortung ist, bei der jeder Gläubige eine wichtige Rolle spielt.
Die göttliche Rüstung, die Paulus beschreibt, symbolisiert die geistlichen Waffen, mit denen die Gläubigen ausgestattet sind, um im geistlichen Kampf bestehen zu können. Vom Gürtel der Wahrheit über den Brustpanzer der Gerechtigkeit bis hin zu den Schuhen des Evangeliums des Friedens – jede Komponente der Rüstung hat eine spezifische Bedeutung und Funktion im Kampf gegen das Böse.
Besonders betont wird die Rolle des Friedens in dieser geistlichen Auseinandersetzung. Paulus ermahnt die Gläubigen, nicht kämpferisch gegen Feinde vorzugehen, sondern Friedensstifter zu sein. Der von Christus gestiftete Frieden soll in der Gemeinde sichtbar werden und Juden und Heiden zu einem „neuen Menschen“ vereinen. Durch das Verbreiten des Evangeliums des Friedens und das Leben christlicher Tugenden und Praktiken können die Gläubigen aktiv zur Einheit in Christus beitragen.
Das Gebet wird als essentieller Bestandteil des geistlichen Kampfes hervorgehoben. Paulus ermutigt die Gläubigen, sich nicht nur für alle Heiligen, sondern auch für ihn selbst im Gebet zu engagieren. Die Bedeutung des Gebets liegt in seiner Kraft, Stärke und Gemeinschaft im Kampf gegen das Böse zu vermitteln und die Abhängigkeit von Gottes Hilfe zu betonen.
In dieser Lektion werden wir jeden Aspekt der göttlichen Rüstung betrachten, um zu verstehen, wie wir uns für den geistlichen Kampf ausrüsten können. Wir werden darüber nachdenken, wie wir als Gemeinde den Frieden fördern können, und die Kraft des Gebets erkunden, um uns gegenseitig zu unterstützen und im Kampf standhaft zu bleiben.

13.1 Die Gemeinde: Eine geeinte Armee
Gemeinsam stärker: Die geeinte Armee der Gemeinde
Lies Epheser 6,10–20. Was sagt Paulus über die Art von Krieg, in den die Gemeinde verwickelt ist? Beschreibt Paulus nur den Kampf eines einzelnen Gläubigen gegen das Böse oder den gemeinsamen Krieg der Gemeinde gegen das Böse?
In Epheser 6,10–20 beschreibt Paulus nicht nur den Kampf eines einzelnen Gläubigen gegen das Böse, sondern betont vielmehr den gemeinsamen Krieg der gesamten Gemeinde gegen die Mächte der Finsternis. Diese Betonung der Gemeinschaft und des gemeinsamen Engagements verdeutlicht Paulus‘ Botschaft über die Art des Krieges, in den die Gemeinde verwickelt ist.
Die militärische Metapher, die Paulus verwendet, unterstreicht die Wichtigkeit der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung innerhalb der Gemeinde, ähnlich wie in der griechischen und römischen Kriegsführung. Der Sieg hängt von der Einheit und Koordination der Soldaten ab, die gemeinsam als eine Armee kämpfen.
Es wäre ungewöhnlich, wenn Paulus seinen Brief, der sich ausschließlich mit der Gemeinde befasst, mit dem Bild eines einsamen christlichen Kriegers abschließen würde. Stattdessen ruft er die Gläubigen dazu auf, sich als eine geeinte Armee zu sehen, die gemeinsam den Kampf gegen das Böse aufnimmt.
Durch den Einsatz der Metapher der Armee betont Paulus die Bedeutung der christlichen Kameradschaft und Solidarität. Er ermutigt die Gläubigen, ihre volle geistliche Rüstung anzulegen und sich vereint dem Kampf gegen das Böse zu stellen.
Die Betonung der Gemeinde als eine Armee des lebendigen Gottes unterstreicht die Notwendigkeit, sich als Teil einer größeren Einheit zu sehen und sich gegenseitig im Glauben zu stärken. Paulus schließt seine tiefgründige Betrachtung der Gemeinde mit dem Aufruf, als vereinte Armee den Kampf energisch und vereint aufzunehmen, während der „böse Tag“ näher rückt.
Auf welche Weise können wir im Großen Kampf zusammenarbeiten, um uns gegenseitig im Kampf gegen das Böse zu helfen, in welcher Form es auch immer auftritt?
Im Großen Kampf gegen das Böse können wir auf verschiedene Weise zusammenarbeiten, um uns gegenseitig zu helfen:
  1. Gebet: Indem wir füreinander beten, können wir geistliche Stärkung und Schutz vor den Angriffen des Bösen erbitten. Das gemeinsame Gebet stärkt die Gemeinschaft und baut gegenseitige Unterstützung auf.
  2. Ermutigung und Unterstützung: Wir können uns gegenseitig ermutigen und unterstützen, indem wir in schwierigen Zeiten Trost spenden und einander ermutigen, im Glauben standhaft zu bleiben. Das Teilen von persönlichen Erfahrungen und Glaubensgeschichten kann anderen helfen, im Kampf gegen das Böse zu bestehen.
  3. Lehre und Ermutigung: Durch das Teilen von biblischen Prinzipien und Lehren können wir einander ermutigen und im Glauben stärken. Indem wir uns gegenseitig in der Wahrheit Gottes festigen, sind wir besser gerüstet, den Versuchungen des Bösen zu widerstehen.
  4. Gemeinsames Engagement für Gerechtigkeit und Liebe: Wir können uns gemeinsam für Gerechtigkeit und Liebe einsetzen, indem wir uns für die Bedürfnisse anderer einsetzen und uns für das Wohl unserer Gemeinschaft einsetzen. Indem wir uns aktiv für das Gute einsetzen, können wir dem Bösen entgegentreten und eine positive Veränderung in unserer Umgebung bewirken.
  5. Bewahrung der Einheit: Es ist wichtig, die Einheit innerhalb der Gemeinschaft zu bewahren und Konflikte friedlich zu lösen. Eine geeinte Gemeinschaft ist widerstandsfähiger gegen die Angriffe des Bösen und kann sich gegenseitig besser unterstützen.
Durch diese gemeinsamen Bemühungen können wir uns gegenseitig im Kampf gegen das Böse helfen und die Kraft der Gemeinschaft nutzen, um standhaft im Glauben zu bleiben.

Die Verbindung zwischen unserem Alltagsleben und unserem Glauben wird durch die Lehren in Epheser 6,10–20 sowie durch die Prinzipien der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung deutlich. Paulus betont nicht nur den individuellen Kampf gegen das Böse, sondern auch den kollektiven Kampf der gesamten Gemeinde. Dies verdeutlicht, dass unser Glaube nicht isoliert existiert, sondern in einer größeren Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt und stärkt.
Im Alltag können wir diese Prinzipien durch konkrete Handlungen umsetzen:
  1. Gebet: Indem wir füreinander beten, zeigen wir unsere Verbundenheit und bitten um göttliche Stärkung und Schutz. Dieses gemeinsame Gebet stärkt nicht nur den Einzelnen, sondern auch die Gemeinschaft als Ganzes.
  2. Ermutigung und Unterstützung: In schwierigen Zeiten können wir einander Trost spenden und ermutigen, im Glauben standhaft zu bleiben. Durch das Teilen persönlicher Erfahrungen und Glaubensgeschichten können wir anderen helfen, ihren Glauben zu festigen.
  3. Lehre und Ermutigung: Durch das Teilen von biblischen Prinzipien und Lehren können wir einander ermutigen und im Glauben stärken. Indem wir uns gegenseitig in der Wahrheit Gottes festigen, sind wir besser gerüstet, den Versuchungen des Bösen zu widerstehen.
  4. Gemeinsames Engagement für Gerechtigkeit und Liebe: Indem wir uns gemeinsam für Gerechtigkeit und Liebe einsetzen, zeigen wir unseren Glauben in konkreten Handlungen. Wir können uns für die Bedürfnisse anderer einsetzen und uns für das Wohl unserer Gemeinschaft einbringen.
  5. Bewahrung der Einheit: Die Einheit innerhalb der Gemeinschaft zu bewahren bedeutet, Konflikte friedlich zu lösen und gegenseitigen Respekt zu zeigen. Eine geeinte Gemeinschaft ist widerstandsfähiger gegen die Angriffe des Bösen und kann sich gegenseitig besser unterstützen.
Durch diese gemeinsamen Bemühungen integrieren wir unseren Glauben in unseren Alltag und nutzen die Kraft der Gemeinschaft, um standhaft im Glauben zu bleiben und dem Bösen gemeinsam entgegenzutreten.