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11.Juni 2024
TÄGLICHES BIBELLESEN – Joel Kap.4
Gottes Strafgericht über die Heiden. Israels Heil.
1Denn siehe, in den Tagen und zur selben Zeit, wann ich das Gefängnis Juda’s und Jerusalems wenden werde, 
2will ich alle Heiden zusammenbringen und will sie ins Tal Josaphat hinabführen und will mit ihnen daselbst rechten wegen meines Volks und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heiden zerstreut und sich in mein Land geteilt 
3und das Los um mein Volk geworfen haben; und haben die Knaben um Speise gegeben und die Mägdlein um Wein verkauft und vertrunken. 
4Und ihr von Tyrus und Sidon und alle Kreise der Philister, was habt ihr mit mir zu tun? Wollt ihr mir trotzen? Wohlan, trotzet ihr mir, so will ich’s euch eilend und bald wiedervergelten auf euren Kopf. 
5Die ihr mein Silber und Gold und meine schönen Kleinode genommen und in eure Tempel gebracht habt, 
6dazu auch die Kinder Juda und die Kinder Jerusalems verkauft habt den Griechen, auf daß ihr sie ja fern von ihren Grenzen brächtet. 
7Siehe, ich will sie erwecken aus dem Ort, dahin ihr sie verkauft habt, und will’s euch vergelten auf euren Kopf. 
8Und will eure Söhne und eure Töchter wiederum verkaufen durch die Kinder Juda; die sollen sie denen in Reicharabien, einem Volk in fernen Landen, verkaufen; denn der Herr hat’s geredet.
9Rufet dies aus unter den Heiden! Heiliget einen Streit! Erwecket die Starken! Lasset herzukommen und hinaufziehen alle Kriegsleute! 
10Machet aus euren Pflugscharen Schwerter und aus euren Sicheln Spieße! Der Schwache spreche: Ich bin stark! 
11Rottet euch und kommt her, alle Heiden um und um, und versammelt euch! Daselbst führe du hernieder, Herr, deine Starken! 
12Die Heiden werden sich aufmachen und heraufkommen zum Tal Josaphat; denn daselbst will ich sitzen, zu richten alle Heiden um und um. 
13Schlaget die Sichel an, denn die Ernte ist reif; kommt herab, denn die Kelter ist voll, und die Kufen laufen über; denn ihre Bosheit ist groß. 
14Es werden Haufen über Haufen Volks sein im Tal des Urteils; denn des Herrn Tag ist nahe im Tal des Urteils. 
15Sonne und Mond werden sich verfinstern, und die Sterne werden ihren Schein verhalten. 
16Und der Herr wird aus Zion brüllen und aus Jerusalem seine Stimme lassen hören, daß Himmel und Erde beben wird. Aber der Herr wird seinem Volk eine Zuflucht sein und eine Feste den Kindern Israel. 
17Und ihr sollt es erfahren, daß ich, der Herr, euer Gott, zu Zion auf meinem heiligen Berge wohne. Alsdann wird Jerusalem heilig sein und kein Fremder mehr durch sie wandeln.
Segen für Juda.
18Zur selben Zeit werden die Berge von süßem Wein triefen und die Hügel von Milch fließen, und alle Bäche in Juda werden voll Wasser gehen; und wird eine Quelle vom Hause des Herrn herausgehen, die wird das Tal Sittim wässern. 
19Aber Ägypten soll wüst werden und Edom eine wüste Einöde um den Frevel, an den Kindern Juda begangen, daß sie unschuldig Blut in ihrem Lande vergossen haben. 
20Aber Juda soll ewiglich bewohnt werden und Jerusalem für und für. 
21Und ich will ihr Blut nicht ungerächt lassen. Und der Herr wird wohnen zu Zion.
Luther 1912Public Domain

 

Kommentar
Joel Kapitel 4 bietet einen Einblick in Gottes Plan für die Zukunft, sowohl in Bezug auf die Bestrafung der Heiden als auch auf das Heil Israels.
Zunächst wird beschrieben, wie Gott die Heiden versammeln wird, um sie im Tal Josaphat zu richten wegen ihres Handelns gegen sein Volk Israel. Die Heiden haben Juda und Jerusalem unter sich aufgeteilt, Kinder verkauft und Unrecht begangen. Gott kündigt an, sie dafür zu bestrafen und ihr Unrecht auf ihren eigenen Kopf zurückfallen zu lassen.
Es wird eine Mobilisierung der Streitkräfte beschrieben, sowohl auf Seiten der Heiden als auch auf Seiten Israels, für den kommenden Tag des Gerichts. Die bildliche Darstellung der Ernte und der Kelter, die überquellen, verdeutlicht das Ausmaß der Bosheit, die Gott richten wird.
Inmitten dieser Ankündigung des Gerichts gibt es jedoch auch eine Verheißung des Schutzes für Gottes Volk. Der Herr wird aus Zion brüllen und eine Zuflucht für die Kinder Israels sein, während er gleichzeitig sein Gericht über die Heiden vollstreckt.
Der Text endet mit einem Segen für Juda: Die Berge werden von süßem Wein triefen, die Hügel von Milch fließen und Jerusalem ewig bewohnt sein. Gott wird in Zion wohnen, und sein Volk wird in Sicherheit sein.
Insgesamt zeigt dieses Kapitel die Vorstellung von Gottes Gericht und seiner Verheißung des Heils für sein Volk. Es erinnert daran, dass Gott gerecht ist und seine Verheißungen erfüllt, sowohl im Gericht über die Sünde als auch im Schutz und Segen für sein Volk.

 

 

WÖCHENTLICHES LESEN DER GEIST DER PROPHEZEIUNG – Ellen White | Das Leben Jesu Kap.36 – Ein lebendiger Glaube
Auf der Grundlage von Matthäus 9,18-26; Markus 5,21-43; Lukas 8,40-56.
Hier online lesen.

 

Kommentar
Das Kapitel 36 aus „Das Leben Jesu“ von Ellen White zeigt auf beeindruckende Weise, wie der lebendige Glaube die Wunder Jesu Christi offenbart und wie dieser Glaube eine unmittelbare Verbindung zu göttlicher Kraft herstellt.
Die Erzählung von Jairus, dessen Tochter kurz vor ihrem Tod steht, zeigt die Tiefe seiner Verzweiflung und die Dringlichkeit seines Glaubens an Jesu Heilungskraft. Trotz der schrecklichen Nachricht vom Tod seiner Tochter ermutigt Jesus Jairus, an ihn zu glauben, und verspricht ihm, dass seine Tochter wieder gesund werden wird. Hier zeigt sich der lebendige Glaube von Jairus, der sich fest an Jesus klammert und ihm vertraut, auch wenn die Umstände aussichtslos erscheinen.
Die Geschichte der kranken Frau, die seit zwölf Jahren leidet, verdeutlicht die Kraft des Glaubens, der sie dazu bringt, den Saum von Jesu Gewand zu berühren, in dem festen Vertrauen, dass sie geheilt werden würde. Ihr lebendiger Glaube manifestiert sich in dieser einfachen Handlung der Berührung, und Jesus erkennt und belohnt diesen Glauben.
Durch diese Geschichten lehrt Ellen White, dass der lebendige Glaube nicht nur eine intellektuelle Zustimmung zu religiösen Wahrheiten ist, sondern eine lebendige Verbindung zu Christus, die Kraft und Heilung freisetzt. Der lebendige Glaube führt zu einem persönlichen Bekenntnis und einer öffentlichen Zeugenschaft von Gottes Güte und Treue. Er ermutigt dazu, Gott für seine Wohltaten zu danken und sein Wirken in unserem Leben anzuerkennen.
Insgesamt zeigt Kapitel 36, wie der lebendige Glaube die Wunder Jesu manifestiert und wie dieser Glaube eine unerschütterliche Verbindung zu göttlicher Kraft und Fürsorge schafft.

 

WÖCHENTLICHES LESEN DER GEIST DER PROPHEZEIUNG – Ellen White | Das Leben Jesu Kap.37 – Die ersten Evangelisten
Auf der Grundlage von Matthäus 10; Markus 6,7-11; Lukas 9,1-6.
Hier online lesen.

 

Kommentar
Das Kapitel „Die ersten Evangelisten“ aus Ellen Whites Buch „Das Leben Jesu“ beleuchtet die frühe Missionsarbeit der Apostel und ihre enge Verbindung zu Jesus während seiner irdischen Wirksamkeit. Es betont die Bedeutung der praktischen Lehren, die sie von ihm empfingen, und ihre Vorbereitung auf die Verkündigung des Evangeliums. Durch das Beispiel Jesu ermutigt, gingen sie hinaus, um zu lehren, zu heilen und die Botschaft des nahen Himmelreichs zu verkünden.
Die Beschreibung der ersten Missionsreisen der Jünger veranschaulicht das Vertrauen, das Jesus in sie setzte, und die Weisheit, mit der er sie aussandte. Ihr Einsatz für die Armen und Kranken, ihre Bereitschaft, das Evangelium selbst unter widrigen Umständen zu verbreiten, und ihre unerschütterliche Treue trotz drohender Verfolgung sind inspirierend.
Die Betonung der göttlichen Führung und der Überwindung von Hindernissen durch den Glauben ist eine wichtige Botschaft des Kapitels. Es erinnert daran, dass der Dienst für Christus oft mit Schwierigkeiten verbunden ist, aber dass diejenigen, die treu bleiben, in Gottes Reich geborgen sind. Die Lehren von Jesus über den Wert der Seele und die Notwendigkeit, ihm treu zu sein, werden eindrucksvoll dargestellt und ermutigen dazu, das Evangelium mutig zu verkünden, selbst unter widrigen Umständen.