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Lerne, nicht auf dich selbst zu vertrauen | 10.04.2024
Ein Lehrer wie kein anderer: Die transformative Kraft der göttlichen Bildung in den Jüngern Jesu

In „Das Leben Jesu“ wird die transformative Kraft der göttlichen Bildung hervorgehoben. Der Heiland selbst verschmähte weltliche Bildung nicht, sondern zeigte deren wahren Wert, wenn sie von der Liebe zu Gott geleitet und seinem Dienst gewidmet ist. Jesus wählte bewusst einfache und ungebildete Menschen als seine Jünger, um sie zu seinen engsten Mitarbeitern zu machen. Diese ungebildeten Fischer besaßen demütige Herzen und waren bereit, seine Lehren anzunehmen. Durch die tägliche Gemeinschaft mit Jesus erlebten sie eine tiefgreifende Veränderung in Geist und Charakter. Am Ende ihrer Ausbildung waren sie nicht mehr unwissend, sondern spiegelten das Wesen Christi wider, was die Menschen deutlich erkannten.

„Wer nun sich selbst erniedrigt wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich.“  Matthäus 18,4

Der Heiland verschmähte die Bildung nicht, denn wenn sie von der Liebe zu Gott geleitet und seinem Dienst gewidmet wird, ist sie ein Segen. Aber er ließ die Weisen seiner Zeit beiseite, weil sie so selbstsicher waren, dass sie kein Mitleid mit den Leiden der Menschen haben und keine Mitarbeiter des Mannes aus Nazareth werden konnten… Das Erste, was alle lernen müssen, die Mitarbeiter Gottes werden wollen, ist die Lektion der Selbstverleugnung; erst dann sind sie bereit, den Charakter Christi zu empfangen. Dieser kann nicht durch Bildung an den höchsten Schulen erworben werden. Es ist die Frucht der Weisheit, die nur vom himmlischen Lehrer empfangen werden kann.
Jesus wählte ungebildete Fischer, weil sie nicht in den falschen Traditionen und Bräuchen ihrer Zeit geschult waren. Es waren Menschen mit angeborenen Gaben, die demütig und bereit waren, Belehrung anzunehmen – Menschen, die er für sein Werk ausbilden konnte. Im gewöhnlichen Lebenslauf gibt es viele Menschen, die geduldig die Last ihrer täglichen Arbeit tragen, sich aber nicht bewusst sind, dass sie bestimmte Fähigkeiten besitzen, die, wenn sie zur Anwendung kämen, sie auf das gleiche Niveau wie die am meisten geehrten Menschen der Welt erheben würden. Es bedarf der Berührung einer geschickten Hand, um die schlummernden Fähigkeiten zu wecken. Jesus rief solche Menschen, um seine Mitarbeiter zu sein, und gab ihnen das Vorrecht, mit ihm zusammen zu sein. Die größten Menschen der Welt hatten niemals einen solchen Lehrer. Am Ende der Ausbildung durch den Heiland waren die Jünger nicht mehr unwissend und ungebildet. Sie waren ihm in Geist und Charakter ähnlich geworden, und die Menschen erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren.
Die höchste Aufgabe der Bildung besteht nicht nur darin, Wissen zu vermitteln, sondern auch jene lebensspendende Energie zu teilen, die durch die Verbindung von Geist zu Geist, von Herz zu Herz empfangen wird. Nur Leben kann Leben geben. Welch wunderbares Privileg hatten die Jünger – drei Jahre lang täglich mit diesem göttlichen Leben in Verbindung zu sein, von dem jeder lebensspendende Impuls ausging, der die Welt gesegnet hat! Mehr als alle seine Gefährten gab sich Johannes, der geliebte Jünger, der Macht dieser wunderbaren Liebe hin. Er sagt: „Das Leben ist erschienen, und wir haben es gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns erschienen ist“ (1 Johannes 1:2).
Ellen White, Das Leben Jesu, S. 249-250

Lieber himmlischer Vater,
wir danken Dir für die wertvollen Lehren Jesu über Demut und Selbstverleugnung. Hilf uns, die Weisheit und den Charakter Christi zu empfangen, die nur durch Deine göttliche Führung erlangt werden können. Gib uns die Demut, uns selbst wie Kinder zu erniedrigen und bereit zu sein, von Dir gelehrt zu werden. Lass uns erkennen, dass wahre Größe im Himmelreich durch den Dienst an anderen und das Tragen der täglichen Lasten in Demut erreicht wird. Segne uns mit der Fähigkeit, die Talente und Fähigkeiten, die Du in uns gelegt hast, zu erkennen und zu nutzen. Möge Dein Geist unser Lehrer sein, der unsere Herzen und Gedanken berührt und uns verwandelt. Erinnere uns daran, dass echte Bildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Leben spendet und Herzen verbindet. Lass uns von der lebensspendenden Energie erfüllt sein, die durch die Gemeinschaft mit Dir und untereinander fließt. Mögen wir, wie die Jünger, durch die Nähe zu Jesus verwandelt werden und Dein Licht in der Welt verbreiten.
In Jesu Namen beten wir. Amen.