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Die Vollkommenheit – 02.03.2024
Die Suche nach Vollkommenheit: Ein Weg zu Christus und ewigem Leben
Einleitung: Die Passage unterstreicht die zentrale Bedeutung der vollkommenen Gehorsamkeit gegenüber Gottes Gesetz für die Erlangung des ewigen Lebens. Sie verdeutlicht die Unmöglichkeit, aus eigener Kraft untadelig zu werden, und zeigt auf, wie Christus als Lösung für unsere Sündhaftigkeit und Unvollkommenheit dient. Durch Glauben an Christus und eine fortwährende Unterwerfung unseres Willens unter Ihn wird eine Veränderung unseres Herzens bewirkt. Letztendlich wird betont, dass unsere Hoffnung nicht auf unserer eigenen Rechtschaffenheit beruht, sondern auf der Gnade und dem Wirken Christi und des Heiligen Geistes in uns.

 

„Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ Matthäus 5,48

Die Bedingung für das Erlangen des ewigen Lebens ist heute dieselbe wie immer, dieselbe wie im Paradies, bevor unsere ersten Eltern fielen – die vollkommene Gehorsamkeit gegenüber Gottes Gesetz, die vollkommene Rechtschaffenheit. Wenn das ewige Leben unter einer geringeren Bedingung gewährt worden wäre, wäre das Glück des gesamten Universums in Gefahr gewesen. Das Tor wäre geöffnet worden für die Eintritt des Sündenfalls, mit all seinen Flüchen und Unheil, um für die Ewigkeit zu bleiben.
Vor dem Sündenfall hatte Adam die Möglichkeit, einen untadeligen Charakter zu formen, durch Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz. Aber er schaffte es nicht, das zu tun, und als Folge seiner Sünde ist unsere Natur gefallen, und wir können nicht aus eigener Kraft untadelig werden. Da wir sündhaft und unheilig sind, können wir das heilige Gesetz nicht vollkommen erfüllen. Wir haben keine eigene Rechtschaffenheit, mit der wir den Anforderungen von Gottes Gesetz entsprechen könnten. Aber Christus hat einen Ausweg für uns gefunden. Er lebte auf Erden inmitten der Versuchungen und Prüfungen, mit denen wir konfrontiert sind. Er lebte ein sündloses Leben. Er starb für uns, und jetzt bietet Er an, unsere Sünden zu übernehmen und uns im Gegenzug Seine Rechtschaffenheit zu geben. Wenn du dich Ihm übergibst und Ihn als persönlichen Retter annimmst, dann, wie sündhaft auch immer dein Leben gewesen sein mag, wirst du durch Ihn als untadelig angesehen. Sein Charakter wird anstelle deines Charakters präsentiert, und du wirst vor Gott akzeptiert, als hättest du nicht gesündigt.
Darüber hinaus verändert Christus das Herz. Er wohnt durch den Glauben in deinem Herzen. Du musst diese Verbindung zu Christus durch Glauben und durch fortwährende Unterwerfung deines Willens unter Ihn aufrechterhalten; und solange du das tust, wird Er in dir und durch dich gemäß Seinem Wohlgefallen wirken. So kannst du sagen: „Ich lebe im Fleisch, aber nicht ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Und das Leben, das ich jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat“. Galater 2,20. Deshalb sagte Jesus zu Seinen Jüngern: „Denn nicht ihr werdet sprechen, sondern der Geist eures Vaters wird in euch sprechen“. Matthäus 10,20. Wenn also Christus in dir wirkt, wirst du denselben Geist manifestieren und dieselben guten Werke vollbringen – Werke der Rechtschaffenheit und des Gehorsams.
Daher haben wir nichts in uns selbst, worauf wir stolz sein könnten. Wir haben keine Grundlage für Selbstgefälligkeit. Die einzige Grundlage unserer Hoffnung liegt in der uns zugerechneten Rechtschaffenheit Christi und in der Arbeit des Heiligen Geistes in uns und durch uns.
Ellen White, Der Weg zu Christus, Seite 62-63.